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Dabei steht auch die mögliche Schließung von Standorten zur Diskussion, die dauerhaft keine zufriedenstellenden Ergebnisse erzielen. Konkrete Entscheidungen zu Zahl, Zeitpunkt oder betroffenen Regionen gibt es bislang jedoch nicht.
Zahn hatte sein Amt in der Vorwoche niedergelegt. Hintergrund waren unterschiedliche Ansichten über die künftige Ausrichtung des Unternehmens. In einem Schreiben an Geschäftspartner machte er deutlich, dass ein gemeinsames strategisches Verständnis zwischen Geschäftsführung und Eigentümerseite unverzichtbar sei – dieses habe zuletzt nicht mehr bestanden.
Kik ist mit rund 4.200 Geschäften in 14 europäischen Ländern vertreten, davon befinden sich etwa 2.400 Filialen in Deutschland. Von insgesamt rund 32.000 Beschäftigten arbeiten knapp 19.000 hierzulande. Sollte es tatsächlich zu Standortschließungen kommen, betont das Unternehmen, dass für betroffene Mitarbeiter innerbetriebliche Wechselmöglichkeiten bestehen. Durch das dichte Netz an Filialen gebe es ausreichend Optionen für Weiterbeschäftigungen.
Die Handelsbedingungen hätten sich in den vergangenen Jahren spürbar verschärft, erklärte das Unternehmen weiter. Steigende Kosten, eine verhaltene Konsumstimmung sowie zeitweilige Lieferengpässe machten den Markt anspruchsvoller. Nach Informationen aus Unternehmenskreisen ist der Umsatz in den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres zurückgegangen. Dennoch sei ein Großteil der Standorte profitabel. Aktuell laufen detaillierte Analysen, bei denen Kostenstrukturen und Effizienzpotenziale im Mittelpunkt stehen. Ziel ist es, die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens dauerhaft abzusichern und die Präsenz in allen Märkten nachhaltig zu gestalten.